Der Katasterwert ist der Wert einer Immobilie oder eines Grundstücks, der von einer staatlichen Behörde durch eine spezielle Bewertung ermittelt wird. Der Katasterwert wird für die korrekte Berechnung von Steuern und in einer Reihe anderer Verwaltungsverfahren verwendet (z. B. bei der Ausfertigung eines Schenkungsvertrags oder bei der Festlegung des Erbrechts).

Jede Immobilie und jedes Grundstück hat einen Katasterwert. Man sollte im Hinterkopf behalten, dass der Katasterwert einer Immobilie sich vom Marktwert abweichen kann. Wenn der Marktwert vom Zustand des Objekts, dem Design, der Renovierung, der Lage, dem Blick aus dem Fenster, dem Vorhandensein von Haushaltsgeräten und anderen Nuancen abhängt, hat der Katasterwert andere Merkmale.

Warum sollte der Eigentümer den Katasterwert kennen? Erstens, um Steuern richtig zu berechnen (z. B. Grund- und Vermögenssteuer). Zweitens, um ihre Immobilien sachgerecht zu verwalten und zu veräußern. Drittens, für Statistik, Buchhaltung usw.

Der Katasterwert wird von einer staatlichen Stelle festgestellt. In diesem Fall kann der Eigentümer der Immobilie mit dem festgestellten Katasterwert nicht einverstanden sein und eine Überprüfung verlangen. Dazu kann er eine unabhängige Bewertung vornehmen und dann die Unterlagen bei der Organisation für die staatliche Registrierung von Immobilien einreichen.

In einigen Ländern Europas sowie in den USA wurde eine komplexe Bewertung von Grundstücken und Objekten durchgeführt. Als Ergebnis hat dort fast jedes Objekt seinen Katasterwert.

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Wie wird der Katasterwert bestimmt?

Die staatlichen Fachbehörden sind für die Ermittlung der Katasterwerte aller Grundstücke und Immobilienobjekte auf den ihnen unterstellten Territorien zuständig. Obwohl die genaue Methodik variiert, umfasst sie in der Regel Folgendes:

  • Datenanalyse über die vor kurzem erzielten Verkaufspreise für vergleichbare Immobilien im selben Bezirk.
  • Berücksichtigung der Grundstücksgröße, der zulässigen Bebauungsdichte und der Nutzungsarten.
  • Bewertung des Zustands der bestehenden Gebäude und Bauwerke.
  • Wertanpassung in Bezug auf den Standort eines Objekts und Dienstbarkeiten.

Das Ziel ist es, eine standardmäßige, unvoreingenommene Bewertung des Marktwerts einer Immobilie für steuerliche Zwecke zu bestimmen. Die Bewertung kann regelmäßig überprüft werden, um den Katasterwert mit der sich verändernden Marktkonjunktur in Einklang zu bringen.

Warum ist es wichtig, den Katasterwert zu berücksichtigen? 

Als offizielle Bewertung einer Immobilie hat der Katasterwert finanzielle Folgen für die Eigentümer. Höhere Katasterwerte führen im Allgemeinen zu höheren regelmäßigen Abgaben. Sie betreffen auch einmalige Gebühren, die häufig als Prozentsatz des Wertes der Immobilie zum Zeitpunkt der Übertragung oder des Erbfalls berechnet werden.

Für potenzielle Käufer gibt die Analyse der Methodik, die zur Ermittlung des Katasterwertes verwendet wird, einen Eindruck davon, wie lokale Immobilien bewertet werden. Das ermöglicht einen fundierten Vergleich mit den tatsächlichen Angebotspreisen auf dem Markt. Etwaige Unstimmigkeiten sollten bei der Beurteilung der Gerechtigkeit des Geschäfts berücksichtigt werden.

Bewaffnet mit dem Wissen über die Nuancen des Katasterwertes können Sie die Entscheidung über den Kauf einer Immobilie mit Bedacht treffen. 

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So erfahren Sie und bestreiten den Katasterwert

Sie können den aktuellen Katasterwert eines bestimmten Immobilienobjekts in einem Auszug aus dem Einheitlichen Staatlichen Immobilienregister finden, ihn online einsehen oder im Multifunktionszentrum erhalten.

Wenn Ihnen der Katasterwert zu hoch erscheint, haben Sie das Recht, ihn anzufechten. Zu diesem Zweck ist eine Reihe von Unterlagen mit Nachweisen der Überhöhung vorzubereiten und bei einer Sonderkommission einzureichen.

Als Ergebnis einer erfolgreichen Beschwerde wird der Katasterwert überprüft und reduziert. Dadurch können Sie geringere Steuern zahlen.

Katasterwert vs. andere Kosten

Hier sind Beispiele für die verschiedenen Arten von Kosten, die für Immobilien gelten:

Katasterwert:

  • Der Katasterwert einer Ein-Zimmer-Wohnung mit einer Fläche von 45 Quadratmeter im Schlafbezirk beträgt $ 22.000.
  • Der Katasterwert eines 600 Quadratmeter großen Grundstücks in den Vorstädten beträgt $ 6.500.

Marktwert:

  • Der Marktwert der oben genannten Ein-Zimmer-Wohnung beträgt $ 27.000.
  • Der Verkaufspreis für ein 600 Quadratmeter großes Grundstück im selben Vorort beträgt $ 9.200.

Schätzungswert:

  • Nach Angaben eines unabhängigen Gutachters wird der Wert der Wohnung auf $ 25.800 geschätzt.
  • Der Schätzungswert des Grundstücks im Vorort beträgt $ 8.500.

Wie aus den Beispielen ersichtlich ist, können sich diese Zahlen je nach verwendeter Berechnungsmethode voneinander unterscheiden. Der objektivste und komplexeste Indikator ist der Schätzungswert, der von einem professionellen Gutachter bestimmt wird.