Die Nachfrage nach Wohnimmobilien in Spanien steigt trotz Diskussionen über mögliche Beschränkungen
📜 Auf den Balearen wurde beispielsweise vorgeschlagen, Immobilienkäufe nur Ausländern zu erlauben, die mindestens fünf Jahre auf den Inseln gelebt haben. Auf nationaler Ebene wird zudem die Einführung einer Steuer von bis zu 100 % des Immobilienwerts für Käufer aus Nicht-EU-Ländern diskutiert, darunter auch Bürger des Vereinigten Königreichs.
Dennoch zeigen die Marktdaten, dass diese Diskussionen die internationale Nachfrage kaum abschrecken. Im Gegenteil. Nach Angaben des spanischen Kollegiums der Grundbuchregistrare wurden im Jahr 2025 rund 705.000 Wohnimmobilienkäufe registriert. Das ist der höchste Wert seit 2008. Der Anteil ausländischer Käufer lag bei etwa 13,5–13,8 %, was bedeutet, dass ungefähr jede siebte Immobilie in Spanien von einem ausländischen Käufer erworben wird.
📈 Die Verteilung der ausländischen Käufer sieht wie folgt aus:
— Bürger des Vereinigten Königreichs: 7,93 % aller Transaktionen ausländischer Käufer
— Niederlande: 6,7 %
— Deutschland: 6,6 %
🌍 Zu den beliebtesten Regionen für internationale Käufer gehören:
— Málaga und die Costa del Sol
— Alicante
— Valencia
— Barcelona
— Madrid
🏝 Besonders hoch ist der Anteil ausländischer Käufer in Inselregionen. Auf den Balearic Islands beispielsweise entfallen rund 31,47 % aller Immobilienkäufe auf internationale Käufer. Gleichzeitig fällt diese Nachfrage mit einer Phase deutlicher Preissteigerungen zusammen. Im vergangenen Jahr stiegen die Immobilienpreise um etwa 9,5 %, wodurch der durchschnittliche Quadratmeterpreis auf 2.284 Euro anstieg.
Zusätzlichen Druck auf den Markt erzeugt die Preislücke zwischen Neubauten und Bestandsimmobilien. In mehreren Regionen werden Neubauwohnungen etwa 50 % teurer verkauft als vergleichbare Objekte auf dem Sekundärmarkt.
⚖️ Trotz intensiver politischer Diskussionen verlaufen tatsächliche Gesetzesänderungen meist langsam. Viele Initiativen bleiben auf der Ebene politischer Vorschläge oder regionaler Debatten und werden nicht in verbindliche Gesetze umgesetzt.
In einigen Fällen werden solche Vorschläge sogar vollständig abgelehnt. Ein Beispiel sind die Balearic Islands, wo das Regionalparlament Ende Februar einen Gesetzentwurf mit Einschränkungen für ausländische Immobilienkäufer offiziell abgelehnt hat.
📊 Aus diesem Grund ziehen einige Investoren in Betracht, Immobilien noch vor möglichen regulatorischen Änderungen zu erwerben. Historisch führen solche regulatorischen Veränderungen häufig zu mehreren Effekten:
— steigende Nachfrage vor Inkrafttreten neuer Regeln
— geringeres Angebot an verfügbaren Immobilien für ausländische Käufer
— steigende Preise in den gefragtesten Regionen
Immobilien, die vor möglichen Gesetzesänderungen erworben werden, können daher weiterhin bessere Möglichkeiten für Wiederverkauf, Vermietung oder spätere Aufenthaltsgenehmigungen bieten.
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Veröffentlicht:
05.03.26, 08:36